Neuer Anlauf

Nachdem erkennbar ist, dass die Flurbereinigung unter Mißachtung des Willens der Merheit aller Betroffenen und wegen der offensichtlichen Verfahrensfehler nicht durchsetzbar ist, unternimmt Herr Frese einen weiteren Versuch, das Ruder doch noch herum zu reißen. Da stellt sich die Frage: welche einflußreichen Mächte stecken dahinter und was sind die eigentlichen Ziele:

Hierzu schreibt Frank Schütz aus Somplar Folgendes:                                 

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Bromskirchen lädt ein zu einer Infoveranstaltung. Grund dafür ist, bei einigen Herren die Annahme, dass es im Vorfeld der Einleitung nicht gelungen ist, den Teilnehmern die Verfahrensziele hinreichend zu übermitteln. Im Klartext heißt das doch: „Die Mehrheit der Betroffenen ist zu blöd, die Vorteile, einer Flurbereinigung zu begreifen“.

 Um diese „Defizite“ zu beheben soll es einen mehrstündigen Marathon geben, bei dem die Betroffenen weich geklopft werden sollen.  Es ist auch schwer die Ziele dieser Flurbereinigung zu begreifen, da die Begründungen für das angestrebte Verfahren ständig wechseln.

 Mutmaßungen, die Herren Ante, Steuber und Zeunert seien Nutznießer einer Flurbereinigung sind natürlich reine Spekulation und auch nicht beweisbar. Wie steht es aber mit nachvollziehbaren Begründungen für eine Flurbereinigung? 

Dem BUND schrieb das Amt für Bodenmanagement:„Ziel des Verfahrens sind die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, das Auflösen von Nutzungskonflikten in Naturschutzgebieten sowie eine Verbesserung der Agrarstruktur in diesem Gebiet“ Was soll man davon halten: Verbesserung der Agrarstruktur im Naturschutzgebiet als Naturschutz zu verkaufen. Warum dann eine Flurbereinigung der gesamten Flur?

 Ganz anders der damalige Vorsitzende des Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt Paulus:„Es werden Flächen, die ein Pächter bewirtschaftet zusammengelegt, …. solcher Blödsinn (sinngemäß wiedergegeben) wie in Hallenberg, dass für aufgeschotterte Graswege Kompensationsmaßnahmen gemacht werden müssen, kommt nicht in Frage. …Wir sparen mehrere hunderttausend Euro, für die Sanierung des Wegenetzes.“ Was hat ein Verpächter davon, wenn sein Eigentum zum Land des Pächters verlegt wird.Was passiert wenn er dann anderweitig verpachtet? Muss es dann wieder eine Flurbereinigung zum Nutzen des neuen Pächters geben? Das klingt auch nicht nach Naturschutz, eher schon nach Eigennutz. Was hat der Naturschutz davon, wenn Schläge vergrößert werden und Graswege mitsamt Wegerändern eingezogen werden? 

In der Gemeindevertretersitzung vom 17.09.2009  hieß es: „Der Ausschuß begrüßt das Vorhaben, das zu einer Verbesserung der Situation der Landwirtschaft, übersichtlichen Grundstücksverhältnissen und gut ausgebauten Feldwegen führen kann“  … der Bürgermeister ergänzt, das jetzt „nur ein Antrag gestellt werde und die Einleitung von einer Teilnehmerversammlung entschieden würde“ 

Diese Teilnehmerversammlung hat aber nie stattgefunden. Von Nutzungskonflikten im Naturschutzgebiet war ebenfalls keine Rede mehr.  Und die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wurde nicht mit einer Silbe erwähnt. Das war wohl nur ein Köder für die Umweltverbände. 

Besser noch: In der Sitzung der Gemeindevertretung vom 25.03.2010 bekundet das Gremium, wie wichtig ihnen die Wasserrahmenrichtlinie ist. Da steht im Protokoll: „Gleichwohl wird allgemein die Meinung geteilt, dass auch dieser neue Standard (gemeint ist die Wasserrahmenrichtlinie), nicht in die Zeit passt“ 

So geht das nicht. 

Hat Jemand Freses Versprechen, die Verkoppelung bliebe für die Teilnehmer kostenfrei, auch schriftlich?  Man kann sich schon mal versprechen. Ihr wisst ja: Das gesprochene Wort gilt nicht.

Sicher ist jeder schon mal von Frese belogen worden. Einige merken es nicht und einige wollen es nicht merken. 

Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt! 

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